Duo Ahlert & Schwab

Woodpicker - Plektren aus Kirschbaumrinde

Plektren für Mandolinen, die mit Darmsaiten oder Darm-Ersatzsaiten (z.B. Nylgut) bezogen sind, wie die Cremonische Mandoline oder die "Barockmandoline"
Die Idee zu Woodpicker entstand durch die Mandolinenschulen von Fouchetti und Bortolazzi. In beiden Schulen wird beschrieben, dass Rindenplektren das bevorzugte Anschlagsmittel für Mandolinen mit Darmsaiten waren:


Bartolomeo Bortolazzi (1773-1820):
"Was die Behandlungsart der Mandoline betrifft, so hält man bekanntermaßen das Instrument selbst mit der linken Hand, auf die nehmliche Art wie die Guitarre; die Saiten selbst darf man nicht mit den Fingern der rechten Hand, wie es wohl einige gelehrt haben, und eben so wenig mit einem Federkiel (statt des Bogens bei der Violine) berühren, sondern man bedient sich am schicklichsten dazu eines kleinen Blättchens von Kirschbaumrinde, welches man im Italienischen Patacca nennt."

Giovanni Fouchetti (1757-1789)
"Ceux qui montent leur Mandoline en cordes de boyeau doivent se servir en maniere de plume, d'un morceau d'écorce de Cerisier, que l'oncoupe en forme de coeur et de la longueur convenable pour pouvoir le tenir facilement dans les doigts car les plumes ne vallent rien pour les cordes de boyeau."
(Französisches Original)

Diejenigen, welche ihre Mandolinen mit Darmsaiten bespannen, müssen als Feder ein Stück Kirschbaumrinde benutzen, welches man in Herzform schneidet und das so lang ist, daß man es bequem zwischen den Fingern halten kann, weil Federn für Darmsaiten ungeeignet sind.
(Deutsche Übersetzung)

Die Plektren werden in Handarbeit erstellt. Dazu wird erst der Stamm geschält und die Rinde mit der Borke eingeweicht. Danach werden die Plektren ausgeschnitten und von der Rinde gelöst. Nach der Pressung und Trocknung müssen die Plektren geschliffen werden. Der Schleifprozess dient gleichzeitig auch als Qualitätskontrolle. Da die Plektren ein Naturprodukt sind und verschieden alte und große Bäume verwendet werden, unterscheiden sich die Plektren je nach Charge in Aussehen, Beschaffenheit und Dicke.
Welche Dicke die Plektren zu Bortolazzis Zeit hatten, wissen wir heute nicht. Wir können aber davon ausgehen, daß es auch damals Schwankungen in der Dicke der Plektren gegeben haben muss.


Die Kirschbaumplektren kosten pro Stück 10,-Euro
Versand und Verpackung innerhalb Deutschlands: 2,-
Versand ins Ausland auf Anfrage
Bestellungen per e-mail an: duo@ahlert-schwab.de

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