Duo Ahlert & Schwab

Le Musée

Französische Gitarrenmusik von Claude Engel
Birgit Schwab, Gitarre

-Valse cacochyme et valétudinaire N° 1-3
-L'oiseau et l'aube
-Fuego
-Chanson marmelade n° 1
-Le musáe des vieilles mécaniques
-Variations sur une chanson populaire lettonne

Bereits auf unserer CD "Nowhere left to go" haben wir drei Werke für Mandoline und Gitarre von Claude Engel eingespielt. Als wir Claude und seine Musik kennenlernten, entdeckten wir auch seine fantastische Solo Musik für Gitarre. Die meisten dieser Kompositionen waren weder eingespielt noch uraufgeführt und wir waren so begeistert, dass sehr schnell erste Gedanken über ein neues Projekt entstanden, die nun zu dieser Aufnahme führten. So kann sich Birgit Schwab nun endlich auch als Solistin präsentieren, und Claudes Gitarrenmusik wird einem größeren Publikum vorgestellt.
Es begann zunächst ein schwieriger Auswahlprozess, da aus Zeitgründen nicht alle Kompositionen auf einer Cd Platz fanden. Die zu hörenden Werke verschaffen jedenfalls einen Eindruck von der stilistischen Vielfalt und dem Einfallsreichtum des französischen Komponisten.

Valses cacochymes et valétudinaires Diese drei Walzer stammen aus dem Jahr 2001 und sind Birgit Schwab gewidmet. Der Titel ist nur schwer zu übersetzen, bedeutet aber ungefähr, daß diese Walzer kränklich, fragil, etwas alt und sehr merkwürdig sind. Und tatsächlich passt diese Beschreibung sehr gut zu dem Eindruck, den die Walzer beim Hören vermitteln. Neben dem für Claude Engel typischen Charme umgibt sie eine Aura des Skurrilen und der Hypochondrie.

L'oiseau et l'aube (Der Vogel und das Morgengrauen) Unter den Werken dieser CD ist dieses aus dem Jahr 1976 stammende zusammen mit den Variationen das älteste. Besonders der erste Teil (L'éveil - das Erwachen) unterscheidet sich in seiner sehr frei angelegten, fast wie improvisiert wirkenden Form von den anderen Kompositionen.
Der zweite Teil (L'envol - der Abflug) ist ein quirliges Moto perpetuo und beeindruckt durch gegenläufige Akzente und Arpeggien.

Chanson marmelade n° 1 Diese Komposition stammt aus dem Jahr 2000, und der Untertitel "À la claire fontaine" ist ein Verweis auf einen gleichnamigen Chanson. Das Thema dieses ursprünglich aus Frankreich stammenden Liedes aus dem 17. Jahrhundert wird nach einer kurzen Einleitung zitiert und bildet danach die Grundlage für Variationen.

Fuego "Fuego" trägt den Untertitel "hommage à Astor Piazzolla". Das Stück wurde 1992 nach Piazzolla's Tod geschrieben und lässt sich nur schwer von einem originalen Piazzolla unterscheiden. Claude Engel und Astor Piazzolla haben in der Vergangenheit zusammen gearbeitet, und somit stellt "Fuego" den Abschied von und eine tiefe Verbeugung vor dem großen Meister des Tango Nuevo dar.

Le musée des vieilles mécaniques et autres bizarreries cinétiques et hétéroclites... Dieses Werk, das den Mittel- und Höhepunkt dieser CD darstellt, wurde 1999 komponiert. Es ist ein sehr umfangreiches Werk für die Gitarre, das in seiner Anlage und den unterschiedlichen lautmalerischen Sätzen an die "Bilder einer Ausstellung" für Klavier von Modest Mussorgsky erinnert. Für diese Aufnahme wurde das Museum komplett eingespielt.

Variations sur une chanson populaire lettonne Ebenfalls aus dem Jahr 1976 stammend, tragen die Variationen den lettischen Untertitel "Kur tu tezi galiti man" ("Wohin gehst Du, mein Hahn?"). Es ist die Melodie eines Schlafliedes, das Claude Engel von seiner Mutter gelernt hat.

"Sie (Birgit Schwab) überzeugt mit kraftvollem gut akzentuiertem Spiel, dynamischer Spannbreite und brillanter Spieltechnik."
concertino, 1/2009

Preis 18,- EUR

Hörprobe

Claude Engel website